Drogen und Fahren: Auswirkungen, Strafen und sichere Entscheidungen
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Cannabis: langsamere Reaktionen und veränderte Wahrnehmung
Cannabis kann Schläfrigkeit, Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, eine schlechte Einschätzung von Entfernungen und verlängerte Reaktionszeiten verursachen. Die Person kann diese Effekte unterschätzen, besonders bei regelmäßigem Konsum.
THC-Spuren können auch nach dem Verschwinden der Wirkungen nachweisbar bleiben. Ein CBD-Produkt kann ebenfalls THC enthalten und zu einem positiven Ergebnis führen.
Kokain und Stimulanzien: übermäßiges Selbstvertrauen und Risikobereitschaft
Kokain, Amphetamine und Methamphetamine können Unruhe, Impulsivität und ein Kontrollgefühl verstärken. Sie können Müdigkeit überdecken, ohne die tatsächlichen Fähigkeiten wiederherzustellen.
Wenn die Wirkung nachlässt, können plötzlich starke Müdigkeit, Aufmerksamkeitsmangel oder Unwohlsein auftreten.
MDMA: Stimulation, Dehydrierung und Erschöpfung
MDMA kann Urteilsvermögen, Wahrnehmung und Koordination beeinträchtigen. Hitze, Dehydrierung, Schlafmangel und Mischkonsum erhöhen die Risiken während und nach einer Party.
Opiate, Benzodiazepine und Medikamente
Opiate, bestimmte Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Schlafmittel oder Antihistaminika können Schläfrigkeit, Verlangsamung und verminderte Wachsamkeit verursachen. Eine ärztliche Verschreibung hebt das Verkehrsrisiko nicht auf.
Warum sind Mischkonsum besonders gefährlich?
Die Kombination von Alkohol und Cannabis, Stimulanzien und Beruhigungsmitteln oder mehreren Medikamenten macht die Wirkungen schwerer vorhersehbar. Eine Substanz kann bestimmte Anzeichen überdecken, ohne die durch die andere verursachte Beeinträchtigung aufzuheben.
Was sieht das französische Gesetz vor?
Das Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ist verboten, unabhängig von der konsumierten Menge. Die Verkehrskontrolle erfolgt hauptsächlich durch Speicheltests, bei positivem Ergebnis folgt eine Bestätigungsanalyse.
Service-Public nennt derzeit Höchststrafen von drei Jahren Freiheitsstrafe und 9.000 € Geldstrafe sowie einen Abzug von sechs Punkten. Die Kombination mit Alkohol verschärft die Strafen. Ergänzende Maßnahmen können Führerschein und Fahrzeug betreffen.
Kann man „abwarten, bis es vorbei ist“?
Es gibt keine universelle Frist, die das Verschwinden der Wirkungen und einen negativen Test garantiert. Substanz, Dosis, Konsumhäufigkeit, Schlaf, Stoffwechsel und Nachweisgrenze beeinflussen die Situation.
Am Ort zu bleiben ist eine gute Entscheidung, solange keine sichere Lösung verfügbar ist, aber man sollte nicht selbst eine Wiederaufnahmezeit anhand einer online gefundenen Tabelle festlegen.
Sichere Entscheidungen
- einen Fahrer bestimmen, der nichts konsumiert;
- öffentliche Verkehrsmittel, Taxi oder Fahrdienst nutzen;
- vor Ort übernachten;
- die Schlüssel einer nüchternen Person anvertrauen;
- im Falle von Unwohlsein, Krampfanfällen, Brustschmerzen oder Bewusstlosigkeit den Rettungsdienst rufen;
- bei schwierig kontrollierbarem Konsum einen Arzt, ein CSAPA oder Drogues Info Service um Hilfe bitten.
Welche Rolle spielt der Selbsttest?
Ein Speicheltest kann präventive Informationen über die Zielsubstanzen liefern. Er misst nicht die Fahrtüchtigkeit und ersetzt nicht die Entscheidung, nach dem Konsum nicht zu fahren.
Speicheltests ansehenVerkehrskontrolle verstehen