THCP, HHCPO, H4-CBD: Status, Risiken und Grenzen der Testung
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Warum hat die ANSM diese Entscheidung getroffen?
Die Nationale Agentur für Arzneimittelsicherheit und Gesundheitsprodukte stützte diese Entscheidung auf Meldungen schwerwiegender Nebenwirkungen, die von den Suchtüberwachungszentren übermittelt wurden, sowie auf Risiken von Missbrauch und Abhängigkeit.
Diese Moleküle können die psychoaktiven Wirkungen von THC nachahmen, oft mit einer schwer vorhersehbaren Potenz und Zusammensetzung. Produkte, die in Form von Blüten, Harzen, Flüssigkeiten, Sprays oder Süßigkeiten verkauft werden, entsprechen möglicherweise nicht der angegebenen Kennzeichnung.
Welche Gruppen sind betroffen?
Die Entscheidung betrifft insbesondere zwei große Kategorien.
Halbsynthetische oder abgeleitete Cannabinoide
- H4-CBD und H2-CBD;
- bestimmte Derivate, die auf einem Benzo[c]chromen-Kern basieren, darunter HHCPO und THCP;
- weitere Moleküle, die in der offiziellen Entscheidung definiert sind.
Vollständig synthetische Cannabinoide
Die Liste umfasst auch mehrere rein chemische Substanzen, darunter 5F-Cumyl-Pegaclone, Cumyl-CH-Megaclone, 7APAICA und verschiedene Derivate. Die genaue regulierte Liste ist auf der Website der ANSM oder in der veröffentlichten Entscheidung einzusehen.
Welche schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden gemeldet?
Die ANSM nennt insbesondere Erbrechen, Bewusstseinsverlust, Krampfanfälle, Koma, schwere Angstzustände, Paranoia, Tachykardie, Bluthochdruck, Brustschmerzen und Nierenschäden. Die Schwere hängt von der Molekülart, der Konzentration, der Konsumart, Mischungen und der Anfälligkeit der Person ab.
Erkennt ein klassischer THC-Test THCP oder HHCPO?
Das sollte nicht vorausgesetzt werden. Schnelle immunochemische Tests suchen nach bestimmten Molekülen oder Metaboliten. Eine Kreuzreaktivität ist manchmal möglich, aber weder systematisch noch ausreichend, um die konsumierte Substanz genau zu identifizieren.
Die ANSM weist darauf hin, dass die betroffenen Cannabinoide bei einem klassischen Urintest im Rahmen einer Vergiftung nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Eine spezifische toxikologische Untersuchung mittels Chromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie kann erforderlich sein.
- Ein negativer THC-Test schließt eine Exposition gegenüber synthetischen Cannabinoiden nicht aus;
- Ein positives Ergebnis erlaubt nicht allein die genaue Identifikation des Produkts;
- Ein Schnelltest ersetzt keine spezialisierte toxikologische Analyse;
- Die Auswahl des Testpanels muss der tatsächlich gesuchten Substanz entsprechen.
Kann man nach einem als CBD deklarierten Produkt positiv getestet werden?
Ja. Ein als CBD verkauftes Produkt kann THC, ein psychoaktives Derivat oder eine andere Zusammensetzung als angegeben enthalten. Die Legalität des Etiketts oder des Verkaufsorts garantiert weder die tatsächliche Zusammensetzung noch ein negatives Testergebnis.
Welche Prävention für Unternehmen und Familien?
- Vertrauen Sie nicht auf Handelsbezeichnungen wie „legaler CBD“, „neue Moleküle“ oder „THC-frei“ ohne verlässliche Analyse;
- Informieren Sie über die Risiken stark konzentrierter oder unsicherer Produkte;
- Planen Sie Vorgehensweisen bei Unwohlsein oder Vergiftung;
- Wählen Sie Tests, die tatsächlich die gesuchten Familien abdecken;
- Verweisen Sie bei Nutzungsproblemen an einen Arzt, ein CSAPA oder Drogues Info Service.
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