Missbrauchte Medikamente: Welche Risiken und Grenzen gibt es beim Screening?
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Welche Familien sind häufig betroffen?
- Benzodiazepine und Hypnotika: Sedierung, Enthemmung, Amnesie und Abhängigkeit;
- Opioide: Euphorie, Schläfrigkeit, Abhängigkeit und Atemdepression;
- Verschriebene Stimulanzien: Leistungssteigerung, Wachsamkeit oder Euphorie;
- Gabapentinoide: Sedierung und Verstärkung anderer Depressiva;
- Antihistaminika oder andere Psychopharmaka: Verwirrung, Schläfrigkeit und unvorhersehbare Wechselwirkungen.
Die Handelsnamen ändern sich, und ein Wirkstoff kann unter mehreren Namen existieren. Die Identifikation sollte daher vom Wirkstoff ausgehen, nicht von der Marke oder der Farbe der Tablette.
Was sind die Hauptgefahren?
- körperliche oder psychische Abhängigkeit;
- Gedächtnisstörungen, Verwirrung und Koordinationsverlust;
- Stürze, häusliche, Straßen- oder Arbeitsunfälle;
- Unruhe, Angst oder Herz-Kreislauf-Störungen bei bestimmten Stimulanzien;
- Koma oder Atemdepression bei bestimmten sedierenden Mischungen.
Warum sollte eine Behandlung nicht abrupt abgebrochen werden?
Einige Medikamente führen auch bei Verschreibung zu körperlicher Abhängigkeit. Ein plötzlicher Abbruch kann Angst, Schlaflosigkeit, Unruhe, Schmerzen oder schwerwiegendere Komplikationen je nach Wirkstoff und Behandlungsdauer verursachen.
Eine Änderung der Behandlung sollte mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Die Entdeckung eines Missbrauchs darf nicht zu einem improvisierten Entzug zu Hause führen.
Fahren und Arbeitssicherheit
Ein legal verschriebenes Medikament kann die Wachsamkeit beeinträchtigen. Piktogramme, Beipackzettel und Empfehlungen des Gesundheitsfachpersonals sind zu beachten. Alkohol oder andere Substanzen können diese Beeinträchtigung verstärken.
Im Unternehmen darf ein Test nicht als allgemeines Überwachungsinstrument verwendet werden. Rahmenbedingungen, betroffene Stellen, Vertraulichkeit und gewährte Rechte für den Arbeitnehmer müssen vor jeder Maßnahme festgelegt werden.
Was können Schnelltests nachweisen?
Die Geräte suchen nach bestimmten Familien: zum Beispiel Benzodiazepine, Opiate, Methadon, Buprenorphin, Barbiturate oder trizyklische Antidepressiva je nach Modell. Nicht alle Medikamente einer Familie reagieren zwangsläufig gleich.
Substanzen wie bestimmte synthetische Opioide, Tramadol, Methylphenidat, Zolpidem, Pregabalin oder Antihistaminika können ein spezielles Panel oder eine spezifische Analyse erfordern. Ein negatives Ergebnis bei einem Standardtest schließt sie nicht aus.
Wann sollte man den Notruf wählen?
Rufen Sie 15 oder 112 bei Bewusstlosigkeit, verlangsamter Atmung, Krampfanfällen, Brustschmerzen, extremer Unruhe, starker Verwirrung oder versehentlicher Einnahme an. Lassen Sie die Person nicht allein und bewahren Sie die Verpackungen für die Rettungskräfte auf.
Die richtige Testauswahl
Die Wahl hängt vom vermuteten Wirkstoff, dem gesuchten Zeitraum und dem Kontext ab. Es ist besser, das Panel genau zu überprüfen, als ungeeignete Tests zu vervielfältigen.
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