Adolescent exposé aux risques liés à une consommation régulière de cannabis

Cannabis im Jugendalter: Welche Risiken gibt es und wie spricht man darüber?

Zum Merken. Der Cannabiskonsum bei Jugendlichen nimmt in Frankreich ab, aber ein früher Einstieg oder häufiger Gebrauch bleibt besorgniserregend. Das Risiko hängt von der Häufigkeit, dem THC-Gehalt, dem Einstiegsalter, anderen Konsumformen und der individuellen Verwundbarkeit jedes Jugendlichen ab.

Mit einem Jugendlichen über Cannabis zu sprechen, erfordert, alarmistische oder verharmlosende Aussagen zu vermeiden. Ziel ist es nicht, zu stigmatisieren oder Schuldgefühle zu erzeugen, sondern die Situation zu verstehen, Anzeichen von Schwierigkeiten zu erkennen und den Weg zu geeigneter Hilfe zu öffnen.

Was zeigen die französischen Daten?

Die EnCLASS-Studie 2022 des OFDT, durchgeführt unter 9.566 Schülern der Sekundarstufe I und II, zeigt einen kontinuierlichen Rückgang des Drogenkonsums im Jugendalter. Der Cannabiskonsum betraf 5,3 % der Schüler der 8. und 9. Klasse, 16,2 % der 10. Klasse und 31,2 % der 12. Klasse.

Diese Zahlen bedeuten nicht, dass alle jungen Experimentierenden zu regelmäßigen Konsumenten werden. Sie zeigen jedoch, dass die Exposition in der Oberstufe deutlich zunimmt und Prävention vor dem ersten Konsum beginnen muss.

Welche Wirkungen können auftreten?

Kurzfristig kann Cannabis die Aufmerksamkeit, das Kurzzeitgedächtnis, die Koordination, die Zeitwahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Es kann auch Angst, Unwohlsein, Panik oder Verwirrung auslösen, insbesondere bei Produkten mit hohem THC-Gehalt.

Ein früher, häufiger oder intensiver Konsum ist mit einem höheren Risiko für eine Cannabisgebrauchsstörung, schulische Schwierigkeiten und psychische Symptome verbunden. Diese Zusammenhänge sind komplex: Sie erlauben nicht die Aussage, dass Cannabis immer die einzige Ursache einer Störung ist, rechtfertigen aber eine verstärkte Wachsamkeit bei gefährdeten Jugendlichen.

Das Risikoniveau ist nicht für alle gleich. Es steigt insbesondere bei täglichem Konsum, bei Produkten mit hohem THC-Gehalt, bei Mehrfachkonsum mit Alkohol oder Medikamenten, bei persönlichen oder familiären Vorgeschichten psychischer Störungen oder wenn Cannabis unverzichtbar wird, um zu schlafen, sich zu beruhigen oder zu funktionieren.

Welche Anzeichen sollten alarmieren?

  • dauerhafte Verhaltens-, Schlaf- oder Stimmungsschwankungen;
  • ungewöhnlicher Leistungsabfall in der Schule oder Fehlzeiten;
  • Isolation, Verlust des Interesses an gewohnten Aktivitäten;
  • Gedächtnis-, Konzentrations- oder Motivationsschwierigkeiten;
  • steigende Ausgaben, wiederholtes Lügen oder Konflikte wegen des Konsums;
  • Fahren eines Fahrzeugs oder Bedienen einer Maschine nach dem Konsum.

Ein einzelnes Zeichen beweist keinen Konsum. Es ist die Gesamtentwicklung, die Wiederholung und die Auswirkungen auf den Alltag, die das Gespräch leiten sollten.

Wie kann man den Dialog beginnen?

Wählen Sie einen ruhigen Moment, gehen Sie von beobachteten Fakten aus und stellen Sie offene Fragen. Vermeiden Sie Drohungen, Demütigungen oder Verhöre. Ein Satz wie „Mir ist aufgefallen, dass du weniger schläfst und besorgt wirkst. Ist etwas los?“ öffnet den Dialog mehr als eine Anschuldigung.

Es ist wichtig, klare Grenzen in Bezug auf Sicherheit zu erinnern: nach dem Konsum nicht fahren, nicht mit einem Fahrer unter Einfluss mitfahren und im Notfall ohne Angst vor Strafe um Hilfe bitten.

Wann sollte man Hilfe suchen? Eine Beratung wird empfohlen, wenn der Konsum regelmäßig wird, schulische, familiäre oder psychische Schwierigkeiten verursacht oder schwer kontrollierbar erscheint. Die Jugendberatungen für Konsumenten nehmen Jugendliche und ihr Umfeld kostenlos und vertraulich auf.

Vorbeugen ohne zu stigmatisieren

Eine wirksame Prävention basiert auf genauen Informationen, einer Vertrauensbeziehung und frühzeitiger Begleitung. Das Screening darf niemals den Dialog ersetzen oder als Drohung eingesetzt werden. Wenn es im familiären oder schulischen Rahmen in Betracht gezogen wird, müssen seine Grenzen, die Einwilligung und die Folgen des Ergebnisses im Vorfeld erklärt werden.

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