GHB und GBL: Wirkungen, Risiken und Verhaltensempfehlungen
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GHB, oder Gamma-Hydroxybutyrat, ist eine Substanz, die in bestimmten medizinischen Kontexten verwendet wird, aber auch zu Freizeit- oder kriminellen Zwecken missbraucht wird. GBL ist ein Industriesolvent, das nach Einnahme schnell in GHB umgewandelt wird. Ihre Wirkungen sind ähnlich, aber die Intensität variiert stark je nach Dosis, Person, begleitenden Substanzen und Kontext.
Welche Wirkungen haben GHB und GBL?
Die ersten Effekte können Enthemmung, Euphorie, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrung und Schläfrigkeit umfassen. Bei höherer Dosis steigt das Risiko schnell: Amnesie, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, verlangsamte Atmung, Koma bis hin zum Tod.
Die Kombination mit Alkohol, Benzodiazepinen, Opioiden oder anderen Beruhigungsmitteln ist besonders gefährlich, da sich deren dämpfende Wirkungen addieren können.
GHB und chemische Gefügigmachung: eine Realität, aber nicht das einzige Szenario
GHB kann bei durch Substanzen erleichterten Übergriffen eine Rolle spielen. Es ist jedoch falsch, es als die einzige „Vergewaltigerdroge“ darzustellen. Französische Suchtüberwachungsuntersuchungen zeigen, dass viele Beruhigungsmittel und andere psychoaktive Substanzen ebenfalls verwendet werden können.
Wie lange bleibt GHB nachweisbar?
Es gibt keine universelle Dauer, die für alle Situationen gilt. GHB wird schnell eliminiert, und das Nachweisfenster hängt insbesondere von der Dosis, der verstrichenen Zeit, der entnommenen Probe und der Labormethode ab. Deshalb ist eine frühzeitige forensische Versorgung entscheidend.
Ein negatives Ergebnis zu einem späten Zeitpunkt reicht allein nicht aus, um eine frühere Verabreichung auszuschließen. Fachleute können auch nach anderen Substanzen suchen und klinische sowie chronologische Informationen sammeln.
Was tun bei Verdacht?
- Rufen Sie sofort die 15 oder 112 an, wenn die Person sehr schläfrig, verwirrt, bewusstlos ist oder abnormal atmet.
- Lassen Sie die Person nicht allein und bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, wenn sie bewusstlos, aber atmend ist.
- Veranlassen Sie kein Erbrechen und geben Sie weder Alkohol, Medikamente noch andere Getränke.
- Bewahren Sie, wenn möglich, das Glas, die Flasche oder den Behälter auf, ohne das verdächtige Getränk zu probieren.
- Konsultieren Sie schnell eine Notaufnahme oder eine medizinisch-rechtliche Einheit, um die Situation zu bewerten und geeignete Proben zu entnehmen.
Eine Prävention, die kollektiv bleiben muss
Prävention darf niemals die Verantwortung auf die Opfer abwälzen. Sie basiert auf gegenseitiger Hilfe, Überwachung verdächtiger Verhaltensweisen, Schulung des Personals, Zugang zu Schutz- und Erkennungsmaßnahmen sowie auf einer schnellen Reaktion, wenn eine Person ungewöhnliche Symptome zeigt.