Balance Ton Bar: Die Sprache befreien und Veranstaltungsorte zur Verantwortung ziehen
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Eine Mobilisierung, die in der Festivalkultur entstanden ist
Balance Ton Bar, gestartet 2021 in Brüssel um Maïté Meeûs, hat viele Berichte über Gewalt, Belästigung und Verdachtsfälle von chemischer Beeinflussung bei Partys sichtbar gemacht. Die Bewegung hat dazu beigetragen, daran zu erinnern, dass Einrichtungen diese Meldungen nicht als bloße Reputationsvorfälle behandeln dürfen.
Soziale Netzwerke haben isolierten Personen geholfen zu verstehen, dass sie nicht allein sind. Sie ersetzen jedoch weder die Untersuchung noch die medizinische und rechtliche Begleitung noch den sofortigen Schutz einer gefährdeten Person.
Was Veranstaltungsorte umsetzen müssen
- ein erkennbarer Meldepunkt: geschultes Personal, sichtbar und leicht ansprechbar;
- sofortige Sicherheit: die Person aus der Gefahrenzone bringen, ohne sie zu isolieren;
- ein Notfallprotokoll: bei Bedarf den Notruf 15 oder 112 anrufen;
- Aufbewahrung von Beweismitteln: Getränk, Behälter, Uhrzeiten und Kontaktdaten von Zeugen;
- klare interne Weitergabe: jeder Mitarbeiter muss wissen, wen er alarmieren und was er notieren soll;
- Nachbetreuung nach der Veranstaltung: Weiterleitung an zuständige Stellen und vertrauliche Aufbewahrung der Informationen.
Zuhören ohne Schuldzuweisungen
Wichtige Fragen betreffen Sicherheit und Symptome, nicht Kleidung, Alkoholmenge oder persönliche Entscheidungen. Freiwilliger Konsum entzieht niemals das Recht auf Schutz und bedeutet niemals Zustimmung.
Welche Rolle spielen Erkennungswerkzeuge?
Karten, Armbänder oder Testgeräte können bestimmte Substanzen in einem Getränk nachweisen. Sie können eine Maßnahme ergänzen, erkennen aber nicht alle Moleküle und machen ein Getränk nach einem negativen Ergebnis niemals sicher.
Ebenso darf ein Speichel- oder Urintest eine Untersuchung nicht verzögern, wenn eine Person Symptome zeigt oder einen Angriff vermutet.
Vom Signal zur Handlung
Eine sichtbare Kampagne ist nur glaubwürdig, wenn sie von einem erprobten Verfahren, identifizierten Verantwortlichen und einem Team begleitet wird, das ohne Vorurteile reagieren kann. AMA Prévention unterstützt Einrichtungen, die einen umfassenden Ansatz zur Sensibilisierung und Betreuung aufbauen möchten.
Präventionsmaßnahmen vorbereiten