Verkehrsrisiko und Betäubungsmittel: Was das Gesetz „Tötung im Straßenverkehr“ von Juli 2025 für Ihr Unternehmen ändert

Updates 2025/2026

Das berufliche Verkehrsrisiko ist ein zentrales Thema der Arbeitssicherheit. Der Konsum psychoaktiver Substanzen wie Cannabis, Kokain, Amphetamine, Opiate und Ecstasy kann dieses Risiko erheblich erhöhen. Dieser Blog beleuchtet die Gefahren des Drogenkonsums für Berufskraftfahrer und bietet wirksame Präventionsmaßnahmen für Arbeitgeber im Lichte der neuen Vorschriften von 2025.


Drogen und ihre Auswirkungen auf das Fahren

Bei einer Verkehrskontrolle werden systematisch fünf klassische Substanzen gesucht, zu denen nun neue Überwachungen hinzugekommen sind:

Cannabis: Diese Droge, obwohl weit verbreitet, beeinträchtigt die Konzentration, verlangsamt die Reflexe und verringert die Entfernungswahrnehmung. Das Fahren unter seinem Einfluss erhöht das Risiko eines tödlichen Unfalls um das 1,65-fache.

⚠️ Achtung - CBD-Update 2025: Der Kassationshof verfolgt eine Null-Toleranz-Politik. Das Vorhandensein von THC-Spuren, selbst minimalen und aus dem Konsum von legalem CBD stammend, reicht aus, um die Straftat des Fahrens unter Drogeneinfluss zu begründen.[1]

Kokain: Starker Stimulans, das ein Gefühl von Euphorie und übermäßigem Selbstvertrauen erzeugt und zu riskantem Verhalten verleitet. Gleichzeitig verursacht es Nervosität und Aggressivität, was das Risiko schwerer Unfälle erhöht.

Amphetamine und Cathinone (3-MMC): Diese stimulierenden Substanzen werden manchmal im Berufsleben verwendet, um Müdigkeit zu bekämpfen oder das Tempo zu halten. Sie können zu unkontrollierbarer Hyperaktivität und Bewusstseinsverlust führen, gefolgt von einem plötzlichen Erschöpfungszustand (Abklingen), der das Fahren extrem gefährlich macht.[2]

Opiate (Heroin, Morphin, Codein): Starke Beruhigungsmittel, die extreme Schläfrigkeit, geistige Verwirrung und verminderte Reflexe verursachen.

Ecstasy (MDMA): Es verändert die Zeit- und Entfernungswahrnehmung, führt zu übermäßiger Enthemmung und kann Halluzinationen verursachen, was das Fahren extrem riskant macht.

Laut einer aktuellen Studie ist 1 von 5 Todesfällen im Straßenverkehr auf einen Fahrer unter Drogeneinfluss zurückzuführen. Die Kombination von Drogen und Alkohol ist besonders tödlich und erhöht das Risiko eines tödlichen Unfalls um das bis zu 29-fache.


Die Gefahren des Fahrens unter Drogeneinfluss

Die Auswirkungen von Drogen auf das Fahren umfassen:

  • Verminderte Wachsamkeit und Konzentration.
  • Beeinträchtigung der Wahrnehmung von Entfernungen und Geschwindigkeit.
  • Verlängerte Reaktionszeit.
  • Verhaltensänderung (übermäßiges Selbstvertrauen, Nervosität, Halluzinationen).
  • Übermäßige Schläfrigkeit (Opiate, Cannabis, Abklingen von Stimulanzien).

Diese Wirkungen machen das Fahren gefährlich und erhöhen das Unfallrisiko erheblich, besonders bei Berufskraftfahrern, die strengen Zeitplänen und hohem Druck ausgesetzt sind.


Präventionsmaßnahmen für Arbeitgeber

Arbeitgeber spielen eine Schlüsselrolle bei der Prävention der Risiken durch Drogenkonsum am Steuer. Hier einige empfohlene Maßnahmen:

Risikobewertung

Die Bewertung der beruflichen Verkehrsrisiken muss in das Einheitliche Dokument zur Bewertung beruflicher Risiken (DUERP) integriert werden. Es ist wichtig, Risikosituationen und Faktoren zu identifizieren, die den Konsum psychoaktiver Substanzen begünstigen können (Müdigkeit, beruflicher Druck, lange Fahrten).

Aktualisierung der Betriebsordnung

Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern müssen in ihrer Betriebsordnung Regelungen zur Untersagung des Konsums psychoaktiver Substanzen am Arbeitsplatz sowie zu disziplinarischen Maßnahmen bei Verstößen aufnehmen.
Hinweis 2025: Die jüngste Rechtsprechung bestätigt die fristlose Kündigung eines Fahrers bei positivem Test und unterstreicht die Vorrangigkeit der Verkehrssicherungspflicht.[3]

Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen

  • Organisation von Schulungen zu den Gefahren von Drogen am Steuer (einschließlich der wenig bekannten Risiken von CBD).
  • Kampagnen zur internen Sensibilisierung für Verkehrsrisiken.
  • Partnerschaften mit Verkehrssicherheitsverbänden, um in Unternehmen tätig zu werden.

Tests und Kontrollen

Der Arbeitgeber kann im Rahmen einer Präventions- und Sicherheitspolitik Speicheltests einführen, insbesondere für risikoreiche Berufe (Lkw-Fahrer, Zusteller, Personenbeförderung). Um Unternehmen bei diesem Vorgehen zu unterstützen, bieten wir wohlwollende Testkampagnen an, die auf Prävention und Begleitung der Mitarbeiter statt auf Sanktionen setzen.

Unsere Angebote umfassen:

  • Durchführung anonymer und präventiver Testkampagnen, um die Mitarbeiter für die Risiken im Zusammenhang mit Drogen und Alkohol zu sensibilisieren.
  • Schulung und Information der Mitarbeiter und Führungskräfte für einen pädagogischen und nicht strafenden Ansatz.
  • Begleitung der Unternehmen bei der Entwicklung einer Präventionspolitik, die auf die Herausforderungen der Branche abgestimmt ist.
  • Individuelle Betreuung und Beratung, um Mitarbeitern in Schwierigkeiten zu helfen, passende Lösungen zu finden (psychologische Unterstützung, Entwöhnungsprogramme, bei Bedarf Neuorientierung).

Mit diesem Ansatz stellen Arbeitgeber eine bessere Akzeptanz ihrer Teams sicher und stärken gleichzeitig die Sicherheit und Leistung ihres Unternehmens.


Rechtliche Sanktionen: Was sich mit dem Gesetz von Juli 2025 ändert

NEUHEIT 2025: Straßenverkehrs-Tötungsdelikt
Das Gesetz Nr. 2025-622 vom 9. Juli 2025 verwandelt fahrlässige Tötung in Straßenverkehrs-Tötung, wenn erschwerende Umstände (wie Drogen) vorliegen. Die Strafen können bis zu 7 Jahre Haft und 100.000 € Geldstrafe betragen (10 Jahre und 150.000 € bei Kombination von Alkohol/Drogen).[4]

Sanktionen für den Fahrer (Aktualisierungen)

Das Fahren unter Drogeneinfluss ist ein schwerwiegendes Vergehen, dessen Strafen verschärft wurden:

  • 3 Jahre Haft und 9.000 € Geldstrafe für Fahren unter Drogeneinfluss (vorher 2 Jahre und 4.500 €).[5, 4]
  • 5 Jahre Haft und 15.000 € Geldstrafe bei Kombination mit Alkohol.[5]
  • Fahrverbot oder Führerscheinentzug (bis zu 1 Jahr administrative Sperre durch den Präfekten).[6]
  • Punkteabzug:
    • 6 Punkte für Drogenkonsum.
    • NEU 9 Punkte Abzug bei Kombination von Alkohol + Drogen (Ausnahme von der 8-Punkte-Grenze).[7]
  • Zusätzliche Strafen (Sensibilisierungsseminar, obligatorische Fahrzeugbeschlagnahme bei Wiederholung).

Sanktionen für Arbeitgeber

Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern. Bei einem Arbeitsunfall mit einem unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stehenden Mitarbeiter können verschiedene Konsequenzen eintreten:

  • Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall, auch wenn der Arbeitnehmer positiv auf Drogen getestet wird.
  • Haftung des Arbeitgebers (grobe Fahrlässigkeit), wenn Verstöße gegen Präventionspflichten nachgewiesen werden (z. B. fehlender aktueller DUERP).
  • Strafrechtliche Sanktionen bei Unterlassung der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen.
  • Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge für das Unternehmen bei wiederholten Unfällen.

Es ist daher zwingend erforderlich, dass Arbeitgeber strenge Präventionsmaßnahmen ergreifen, um diese Risiken zu begrenzen und sich gegen mögliche rechtliche Konsequenzen, insbesondere unter der neuen Qualifikation des Straßenverkehrs-Tötungsdelikts, abzusichern.


Fazit

Aktuelle Ereignisse haben gezeigt, dass Unfälle, die durch unter Drogeneinfluss stehende Fahrer verursacht wurden, zu menschlichen Tragödien, teilweise tödlich, geführt haben. Diese Tragödien unterstreichen die Dringlichkeit, wirksame Präventionsmaßnahmen zur Begrenzung dieser Risiken zu ergreifen.

Das Straßenverkehrsrisiko im Zusammenhang mit Drogenkonsum ist ein großes Problem für Unternehmen und Arbeitnehmer. Eine Politik der Prävention, Sensibilisierung und Testung ist unerlässlich, um die Sicherheit der Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Indem sie konkrete Maßnahmen ergreifen und sich an die neuen Anforderungen von 2025 anpassen, können Arbeitgeber diese Risiken begrenzen und eine sicherere Arbeitsumgebung für alle gewährleisten.

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